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Warum schnelle Rezepte kaum Zeit sparen

Du hast keine Zeit zum Kochen, weil du dich um den Haushalt, Kinder, Arbeit außer Haus kümmern musst und auch noch um dich? Fast alle sagen in diesem Moment: “Ich muss schnelle Rezepte suchen, dann koche ich schnell!”. Geht es dir auch so? Findest du, dass du dann wirklich stressfreier kochst oder es vielleicht sogar genießt? Bei meiner Umfrage in meinem Instagramaccount haben über 70% angegeben, dass sie gerne kochen. Auch über 70% haben angegeben, dass Kochen eine Pflichtveranstaltung ist. Da die meisten aber auch nach schnellen Rezepten kochen, scheint es ja nicht zur Entspannung beizutragen.

Eigentlich bauen wir so noch mehr Druck auf. Schnelle Rezepte werden oft als DIE Lösung für alle angepriesen, die wenig Zeit haben. Wenn ich aber trotzdem immer im Stress koche, habe ich zwar immer Essen da, aber glücklich macht es mich nicht. Ich hetze dann immer noch durch den Alltag, wenn ich andere wichtige Baustellen des Topfmanagements vernachlässige. Ich finde, schnelle Rezepte können nur EIN Instrument eines guten Familienessenmanagements seins.

Was kann noch passieren? Ich suche mir 10-15 schnelle Rezepte raus. Schnelle Rezepte gibt es mittlerweile wie Sand am Meer: schnelle Gerichte für Kinder, schnelle Gerichte für den Ofen, schnelle Gerichte vegetarisch usw. Wenn ich nur noch die koche, wird es schnell eintönig oder ich suche immer wieder neue Rezepte und es wird stressig, weil neue Rezepte immer mehr Zeit brauchen. Kennst du das?

Warum schnelle Rezepte kaum Zeit sparen?

Ich fange mal damit an, dass viele Rezepte, die als 5-10-15 deklariert sind, viel länger dauern. Warum? Kochen ist eine ganze Reihe an Aufgaben. Du kommst ja nicht in die Küche, es steht alles bereit und du kochst nur, wie ein Fernsehkoch mit seinen 5-Minuten-Gerichten. Ja, es gibt diese Services mittlerweile, die dir alles liefern. Es ist bestimmt spannend, es mal auszuprobieren. Aber kannst du dich jeden Tag beliefern lassen und dich in ein neues Abenteuer Rezept stürzen?

Lass uns mal überlegen, was alles zum Kochen gehört: Ich fange mal mit der schlimmsten aller Fragen an: “Was essen wir heute?” Alleine dafür braucht man manchmal viel Zeit und Kraft, die uns oft fehlen.

Diese Aufgaben gehören zum Kochen:

  • Rezept raussuchen
  • Einkaufsliste schreiben
  • Einkaufen
  • Lebensmittel einräumen
  • Das Kochen selbst, wenn du etwas zubereitest, schneidest, rührst, schälst.
  • Garzeit, wenn du nur noch wartest
  • Tisch decken
  • Tisch abräumen
  • Spülen
  • Küche aufräumen/putzen
  • Müll rausbringen

Aus all den Punkten sparen uns schnelle Rezepte nur bei zwei Punkten Zeit! Hast du es schon mal von dieser Seite betrachtet? Jetzt wird klar, warum du trotz schneller Rezepte zu viel Zeit mit dem Kochen verbringst. Wäre es nicht viel schöner, die Zeit für mehr Metime zu nutzen oder für einen Spaziergang mit den Kindern oder, ich wage es kaum zu sagen, für ein Date mit deiner/m PartnerIn?

Wie kannst du tatsächlich Zeit sparen?

Schaue dir die einzelnen Aufgaben noch einmal an. Ich schlage vor, wir fassen die Aufgaben in drei Blöcke zusammen.

Block Nr.1

  • Rezept raussuchen
  • Einkaufsliste schreiben
  • Einkaufen
  • Lebensmittel einräumen

Diese Aufgaben kannst du wöchentlich erledigen. Dabei hilft dir meine geliebte Menüplanung. Ja, sie hat manchmal Nachteile, aber damit kannst du sehr viel Zeit und Kraft sparen und wenn das dein Ziel ist, solltest du es auf jeden Fall ausprobieren!

Wenn du dein Menü wöchentlich planst, schaffst du es mit der Zeit in 15 Minuten das Menü für eine ganze Woche zu planen. Wenn du ohne Menüplan jeden Tag planst, sind es 15 Minuten mal 7 Tage! Das sind fast zwei Stunden in der Woche! Du kannst damit bestimmt etwas Besseres anfangen.

Wenn das Menü steht und du dir die Zutaten aus allen Rezepten gleich raus schreibst, hast du eine Einkaufsliste für eine ganze Woche. Das geht schneller, als jeden Tag zu überlegen, was du kochst und was noch fehlt.

Mit einer Einkaufsliste für die ganze Woche musst du nur einmal einkaufen. Auch das spart viel Zeit. Wie viel Zeit brauchst du zum Einkaufen? Ich würde sagen, mit anziehen, Weg ins Geschäft, einkaufen, Heimweg dauert es nie unter 40 Minuten oder gar unter einer Stunde. Und wenn du dann noch etwas vergessen hast?

schnelle Rezepte einkaufen
© Innviertlerin/Pixabay

Und du räumst die Lebensmittel nur einmal ein: Kühlschrank, Gefrierschrank, Vorratsschrank. Du sparst dir die Wege jeden Tag oder alle paar Tage.

Block Nr.2

  • Das Kochen selbst, wenn du etwas zubereitest, schneidest, rührst, schälst.
  • Garzeit, wenn du nur noch wartest
schnelle Rezepte Spaghetti
© Jan Vašek/Pixabay

Hier kannst du natürlich Zeit mit schnellen Rezepten sparen. Statt eines Gulaschs, kannst du eine schnelle Hackpfanne zubereiten. Statt eines aufwendigen Desserts kannst du einen schnellen Nachtisch aus Obst und Joghurt zaubern.

Block Nr.3

  • Tisch decken
  • Tisch abräumen
  • Spülen
  • Küche aufräumen/putzen
  • Müll rausbringen
©MiVargof/Pixabay

Was machen wir mit diesen Aufgaben? Es gibt viele Möglichkeiten. Eine der besten aus meiner Sicht ist Delegieren. Was du delegieren kannst, habe ich zum Weltfrauentag mal aufgeschrieben. Aber was tun, wenn du diejenige bist, an die du es delegieren kannst? Überlege, ob deine Kinder den Tisch decken und abräumen können. Hast du eine Spülmaschine? Vielleicht würde es Zeit sparen, wenn du dir eine anschaffst.

Wenn du keine Aufgaben delegieren kannst, dann musst du dir ein System aufbauen, bei dem du schneller mit den Aufgaben fertig bist oder sie weniger oft erledigen musst. Was bedeutet es? Es bedeutet, dass du z.B. vorkochst, dann musst du nur einmal alles spülen, die Küche aufräumen und den Müll rausbringen.

Mein Fazit

Schnelle Rezepte helfen dir, wenn sie ein Teil eines Systems sind. Familienessenmanagement verlangt manchmal viel Kraft und Zeit, wenn man es gesund, abwechslungsreich und für alle passend gestalten möchte. Wenn du dir ein für deine Familie passendes System aufbaust, können schnelle Rezepte durchaus Zeit sparen:

  • genug Rezepte sammelst, die wirklich in 5-10-15-30 Minuten fertig gekocht sind. Ich habe eine Kategorie Schnell, in der du einige meiner schnellen Rezepte findest.
  • das Menü und die Einkaufsliste wöchentlich mit schnellen Rezepten gefüllt werden, so dass keine Zutaten fehlen
  • wenn du gute Vorräte hast und deine schnellen Rezepte darauf ausgerichtet sind

Ein Teig – vier Kekse

Letzten Sonntag war der erste Advent. Bist du schon im Keksbackmodus? Auf der einen Seite gibt es dieses Jahr weniger Veranstaltungen, für die du Kekse backen musst. Auf der anderen Seite möchtest du dieses Jahr vielleicht mehr Menschen eine kleine Freude mit selbst gebackenen Keksen machen.

Aber wie kannst du so viele Kekse wie möglich mit so wenig Aufwand wie möglich backen? Ganz einfach. Mach nur einen Teig und vier verschiedene Kekse daraus. zusätzlich kannst du den Teig sogar doppelt zubereiten und einfrieren. Dann holst du ihn einfach nach bedarf raus.

Die Vorteile von Mealprep liegen für mich auf der Hand: alle Zutaten nur einmal kaufen, einmal putzen, einmal abwaschen. Aber du kannst auch alles gleich verbacken, verschenken und aufessen 🙂

Zutaten für 1 kg Teig:

  • 360 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 2 Prisen Salz
  • 2 EL Milch
  • 500 g Dinkelmehl 1050
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • Für Orangenkekse:
  • Orangenzeste von 1/2 Bio-Orange
  • ca. 3 TL Puderzucker
  • ca. 1 TK Orangensaft
  • Für Marmorkekse:
  • 1 EL Kakao
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • Für Doppeldecker:
  • 3 TL Marmelade oder Konfitüre (ich habe Apfel-Rhabarber-Marmelade mit etwas Zimt)

Zubereitung:

  • Mehl sieben.
  • Die Butter mit dem Puderzucker und Salz kurz verrühren, bis die Masse geschmeidig ist.
  • Ei einmischen.
  • Milch einmischen.
  • Mehl und Vanille auf niedriger Stufe schnell einarbeiten.
  • Teig vierteln.
  • Orangenkekse: in 1 Viertel des Teigs fein geriebene Orangenzeste einarbeiten. Den Teig zu einer dünnen Rolle formen und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Marmorkekse: in 1 Viertel 1 EL Kakao einarbeiten. Den Teig zu einer dünnen Rolle formen und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Vanillekekse und Doppeldecker: den restlichen Teig zu zwei dünnen Rollen oder zwei Kugeln (wenn du Kekse ausstechen möchtest) formen und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Die Rollen in 5mm dicke Scheiben schneiden oder ausrollen und ausstechen.
  • Wenn du Lust hast, schneide gern ein Muster in die Kekse.
  • Bei 180 Grad ca. 12 Minuten backen.
  • Die Marmorkekse nach dem Backen mit einer Mischung aus Zimt und Zucker bestreuen.
  • Die Doppeldecker abkühlen lassen, mit der Konfitüre bestreichen und einen zweiten Keks drauflegen.
  • Für die Orangenkekse eine Glasur aus Puderzucker und etwas Orangensaft mischen und Streifen auf die Kekse malen.

Mealprep

Sobald der Teig fertig ist, kannst du ihn auch einfrieren. Dafür gut  in Wachspapier, Backpapier oder Frischhaltefolie verpacken. Wenn der Teig länger im Gefrierschrank bleiben soll, am besten luftdicht verpacken und nicht neben stark riechenden Lebensmittel lagern.

Wenn du die Kekse später ausstechen möchtest, friere den Teig besser als ein Rechteck ein. So taut der Teig schneller auf. Auftauen solltest du den Teig im Kühlschrank soweit, dass er sich schneiden bzw. ausrollen lässt. Wenn die Rolle dünn genug ist, lässt er sich vielleicht auch gefroren schneiden.

Du kannst auch bereits gebackene Kekse einfrieren. Dann kannst du sie bei Raumtemperatur kurz auftauen. 

Essen auf Reisen

Was essen wir 24 Stunden auf der Zugreise?

Es geht für uns los in den Urlaub. Auch unter diesen Umständen freue ich mich auf Italien, auf das Meer und die Verwandtschaft. Wir werden ca. 24 Stunden mit dem Zug unterwegs sein. Und da wir nur abends eine längere Umsteigezeit haben, werden wir die ganze Verpflegung mitnehmen müssen.

Eigentlich reise ich gerne mit einem kleinen Rucksack, aber neben Kleidung, Medikamenten und Spielzeug müssen wir genug Essen und viel Wasser einpacken. Da wird es schwer mit einem kleinen Rucksack. Alleine Wasser brauchen wir mindestens 8 Liter.

Aber fangen wir doch mal mit der Menüplanung für die Reise an. Wir werden folgende Mahlzeiten brauchen:

  • 2 Snacks
  • 1 Mittagessen
  • 1 Abendessen
  • 1 Frühstück

Das Essen unterwegs für Kinder muss aber geeignet sein:

  • Es soll nicht krümeln und nicht zu sehr schmieren.
  • Es sollte ungekühlt haltbar sein.
  • Essen unterwegs aufwärmen wird schwer, deswegen kalte Küche.

Als Snack werden wir schwäbische Birnen Gaishirtle mitnehmen, sie sind fest und klein, so dass keine angebissenen Reste zu erwarten sind und sie wahrscheinlich nicht zermanscht werden. Außerdem Minigurken, weil die Kinder sie auch gern essen. Zusätzlich nehme ich Walnüsse.

Für die Hauptmahlzeiten bieten sich an:

  • Fertige (vegetarische) Aufstriche im Glas oder in Dosen.
  • Karotten und kleine Gurken
  • Äpfel
  • Herzhafte Muffins
  • Teigtaschen gefüllt mit Spinat, Käse oder auch Bohnen/Linsen
  • geschnittenes Brot, kleine Brötchen oder Brezel
  • Gläschen mit Babynahrung (wir haben noch eins aus der Notreserve, als mein Mann mit den Kindern ein paar Tage alleine war)

Das nehme ich sonst mit:

  • Geschirrtuch
  • kleines Handtuch
  • Desinfektionsmittel (habe ich nie mit,aber im Zug kann es nicht schaden)
  • Tüte für Abfall
  • Besteck

Was essen wir in Italien?

In Italien werden wir uns selbst versorgen und deswegen nehme ich meine Sommerrezepte mit, die wir mögen. Ich denke, am meisten werden wir wie immer Zucchini, Auberginen, Tomaten und Salat essen. Einige Rezepte habe ich in meiner App gespeichert und andere sind auf Rezeptkarten, die ich einstecke.Viele meiner Lieblingsrezepte im Urlaub kann ich auch schnell über meinen Instagramaccount @mamatasty.de finden.

Vielleicht nehme ich ein paar Gewürze und meine Brühpaste mit, damit ich sie nicht wieder dort kaufen muss. Salz und Pfeffer werden meine Schwiegereltern besorgen, weil sie vor uns da sein werden.

Was essen wir, wenn wir wieder da sind?

Ein nicht weniger wichtige Frage ist, was wir essen, wenn wir wieder zu Hause sind. Natürlich könnte man gleich einkaufen. Aber man kann auch vorsorglich Essen kaufen. Je nach Urlaubsdauer kannst du Essen im Vorratsschrank, im Kühlschrank oder in TK aufbewahren.

Ich habe Folgendes vorbereitet:

  • Butter in TK
  • Gemischtes Gemüse in TK
  • Nudeln, Reis, Linsen im Vorratsschrank
  • Tomatengemüsesoße
  • Brot in TK
  • Aufstrich in TK
  • TK-Obst
  • Haferflocken
  • Mehl für Pfannkuchen

Das sollte für 1-2 Tage reichen, bis wir einkaufen müssen.

Titelbild: Pexels Free Photos

Zurück aus dem Urlaub

Nach langem Hin und Her haben wir uns für einen Urlaub in Polen entschieden. Posen war eines der Ziele in der Super-Last-Minute-Liste eines Anbieters und unsere Diskussion verlief ungefär so “Wer fährt schon nach Posen?” Nachdem wir viele andere Ziele uns genau angesehen haben: “Warum […]

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