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Gemüse

Borschtsch

Es ist plötzlich so kalt und nass geworden. Was ist da besser als eine wärmende Suppe? Eine meiner Lieblingssuppen ist Borschtsch, den ich leider zu selten koche. In Deutschland nennt man ihn Rote-Bete-Suppe, aber ich finde es nicht zutreffend, weil die Rote Bete nur eine Zutat ist und die Suppe schmeckt am Ende süß-säuerlich nach Gemüse und Fleisch.

Jede russische und ukrainische Hausfrau hat ihr eigenes Rezept. Ich habe sehr viel experimentiert und mittlerweile ist es immer mehr oder weniger das Rezept, das ich dir heute zeige. Es kommt aber auch darauf an, was an Gemüse da ist. Wenn ich Petersilienwurzel oder Knollensellerie habe, kommt auch davon ein kleines Stückchen rein. Ich mag sie fast schon wie einen Eintopf, weil man nach einem Teller super satt ist. Du kannst aber auch etwas mehr Brühe nehmen, damit es eher eine Vorspeise ist. In ukrainischen Borschtsch kommt noch etwas Schweinespeck. Man kann es zum Anbraten vom Gemüse nehmen. Wenn du es ausprobieren möchtest, kauf italienischen Lardo oder frag beim Metzger deines Vertrauens, ob er rohen Speck hat.

Meistens koche ich tatsächlich die vegetarische Version, aber heute gab es einen Borschtsch mit Fleischbrühe. Die Brühe habe ich schon vor einiger Zeit gekocht und eingefroren.

Wie du eine gute Brühe kochen kannst, erfährst du hier. In diesem Artikel erkläre ich anhand einer Hühnerbrühe, wie der Prozess abläuft. Für Borschtsch nimmt man meisten eine Rinderbrühe, Schweinefleischbrühe oder eine Gemüsebrühe.

Für eine Rinderbrühe eignen sich zum Beispiel Rippen, Brust, Schwanz und Beinscheiben. Das Fleisch sollte Bindegewebe und vielleicht Knochen haben. Dein Metzger kann dir bestimmt das beste Stück empfehlen. Ich finde Tafelspitz praktisch. Dann hast du 2 in 1. Heute esst ihr Tafelspitz und die Brühe frierst du ein, um irgendwann mal Borschtsch zu kochen.

Borschtsch ohne Fleisch wird genauso gekocht, aber mit Gemüsebrühe und am Ende kommen gegarte Bohnen rein. So wird er sättigend und liefert auch wichtiges Eiweiß. Ein etwas anderes Rezept für veganen Borschtsch habe ich schon einmal geteilt.

Zutaten:

  • 250 g Kohl
  • 1 große Zwiebel
  • 2 mittlere Karotten
  • 2 große Kartoffeln
  • 900 ml Brühe evtl. etwas mehr
  • 30 g Paprika
  • 1,5 TL Mehl (Type 1050)
  • 2 mittlere Rote Bete
  • 3-4 EL Dosentomaten (Polpa)
  • 2 EL Essig
  • etwas Öl zum Anbraten
  • etwas Dill und Petersilie
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer
  • Saure Sahne, Schmand oder Smetana zum Servieren

Zubereitung:

1,5 Teelöffel Mehl in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis es etwas dunkler wird und lecker duftet. Abkühlen lassen. 100 ml kalte Brühe auch beiseite stellen. Alle Schritte werden nur bei mittlerer Hitze erledigt 🙂

Klassisch sollte man alles gleich schneiden. Also würfeln oder in Stifte schneiden. Ich habe rebellisch alles gewürfelt und die Rote Bete grob gerieben, damit sie schneller gart. Rote Bete in etwas Öl ein paar Minuten anbraten. Mit 2 EL Essig ablöschen und mit etwas Wasser unter Deckel garen, bis sie weich ist.

Nach ca. 5 Minuten passierte Tomaten, Dosentomaten, geriebene frische Tomate (im Sommer) oder Polpa dazugeben. Du kannst auch Tomatenmark nehmen. Mir schmeckt Polpa am süßesten, deswegen bevorzuge ich es. Da Borschtsch am Ende süß-sauer schmecken muss, kannst du etwas Zucker zur Roten Bete geben, wenn sie und die Tomaten von sich aus nicht süß sind.

Eine große gewürfelte Zwiebel kurz in etwas Öl anbraten.

2 gewürfelte mittlere Karotten hinzugeben und auch kurz anbraten.

Mit Brühe ablöschen. Ich habe übrigens 50:50 heißes Wasser und Brühe genommen. Am besten warme oder heiße Brühe nehmen, damit die Garprozesse weitergehen. 2 gewürfelte Kartoffeln in die Suppe geben und aufkochen lassen

Gewürfelten Kohl in die Suppe geben und aufkochen lassen.

Etwas gewürfelten Paprika hinzugeben und aufkochen lassen. Ich habe gewürfelten Paprika gut verschlossen oft in TK. Sehr praktisch, wenn du nur ganz wenig in eine Suppe oder Ragout geben willst.

Das geröstete und abgekühlte Mehl mit der kalten Brühe mischen und auch in die Suppe geben. Es sollten keine Klümpchen drin sein. Alles aufkochen lassen.

Wenn Kartoffeln und Rote Bete gar sind, alles vermischen. Nicht mehr lange oder stark köcheln lassen, damit die Rote Bete ihre Farbe nicht verliert. Die Suppe wird sonst eher orange.

Grünzeug kleinschneiden und Knoblauch fein würfeln. Du kannst Knoblauch auch weglassen. Nimm lieber erst weniger Knoblauch.

Grünzeug und Knoblauch in die Suppe geben. Herd ausmachen und 10 Minuten ziehen lassen.

Blumenkohlbratlinge

Meine Kinder essen zum Glück fast alles und auch gerne Gemüse, aber es gibt natürlich auch bei uns „Launen“. Wenn ich ganz sicher gehen will, zu 99%, dass die Jungs alles aufessen, dann mache ich Gemüsebratlinge. Die kennen sie schon seit Beikost bzw. Umstieg auf Familienessen. Kinder essen gerne mit den Fingern und dippen gerne. Mamas verstecken gerne Gemüse. Deswegen sind sie perfekt. Heute habe ich diese Blumenkohlbratlinge gemacht.

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 400 g Blumenkohl
  • 1 Ei
  • 4 EL Grieß
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Salz, Pfeffer
  • Öl zum Anbraten

Zubereitung:

Die Zwiebel ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, ohne dass sie braun wird.

Den Blumenkohl in mittelgroße Stücke schneiden, in einen tiefen Teller legen.

Etwas Wasser in den Teller gießen und mit einem zweiten Teller zudecken. In der Mikrowelle 5 Minuten bei 800 Watt garen. Du kannst es auch in einem Topf auf dem Herd machen, bis der Blumenkohl weicher wird, aber etwas Biss behält.

Blumenkohl fein raspeln, mit Zwiebeln, Ei, 4 EL Grieß, Kurkuma, Salz und Pfeffer mischen. Lass es 10-15 Minuten stehen und braten dann in etwas Öl einen Probebratling. Forme entweder von Hand oder gibt mit einem Esslöffel etwas Masse in die Pfanne und forme den Bratling mit dem Löffel zurecht. Kleinere Bratlinge lassen sich besser wenden. Wenn der Probebratling passt, brate alle an.

Guten Appetit!

Grünebohnen-Pfanne

Du willst mehr Gemüse in den Alltag einbauen, aber manchmal fehlt dir die Fantasie für schnelle und einfache Gerichte? Ich habe mittlerweile eine kleine Sammlung an solchen Rezepten, die ich gern im Wochenplan eintrage.

In Deutschland werden Grüne Bohnen gern mit Speck gegessen, aber ich finde sie frischer mit Tomaten. Das tolle an diesen Rezept ist, du kannst es im Winter mit TK-Bohnen und Tomatenmark oder getrockneten Tomaten zubereiten oder du frierst die Sommertomaten ein, so wie ich es hier erzähle😊

Zutaten:

  • 500 g Bohnen
  • 2 mittlere Tomaten
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 2 EL Öl zum Anbraten
  • 1 TL Schabziher Klee
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • Etwas frischen Koriander
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Frische Bohnen blanchieren ich erst 5 Minuten in kochendem Wasser. Gieße das Wasser ab.

Erhitzte Öl in der Pfanne und brate ganz kurz gewürfelten Knoblauch darin an, bis du den leckeren Knoblauchduft riechst.

Die Bohnen dazugeben und 5 Minuten zusammen anbraten.

Die geriebenen Tomaten dazugeben. Du kannst die Tomaten fein oder grob reiben. Schabziger Klee und Koriander dazugeben. Und jetzt köcheln lassen, bis die Bohnen die Konsistenz erreichen, die du magst. Ich mag sie bissfest, deswegen lasse ich sie nur 10-15 Minuten auf dem Herd. Salzen, pfeffern und geschnittenen Koriander dazugeben, kurz bevor es fertig ist.