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Küchenhacks

Diese 5 Aufgaben in der Küche solltest du delegieren

Heute ist Weltfrauentag. Was bedeutet er heute? Die meisten würden sagen, dass Frauen in Deutschland längst gleichberechtigt sind und wofür muss man denn noch kämpfen?

Wenn wir aber ehrlich sind und uns die momentane Situation anschauen, müssen wir zugeben, dass die Frauen wieder viel mehr zu Hause belastet sind. Die Kitas und Schulen sind immer wieder zu oder betreuen die Kinder in sehr viel geringerem Umfang. Natürlich gibt es auch Familien, in denen die Hausarbeit und Kinderbetreuung besser/gut aufgeteilt ist. Sie scheinen aber noch eher eine Ausnahme zu sein.

Ich muss zugeben, auch wenn wir in der Familie die Aufgaben nicht nach Geschlecht aufteilen, sind wir doch immer mehr in traditionelle Rollen verfallen. Aber auch bei dieser Aufteilung kann man etwas tun, um mehr Zeit für sich zu gewinnen. Ich werbe ja immer für Menüplanung und Vorkochen (Mealprep), um mehr Zeit und Kraft zu sparen. Aber das Wichtigste aus meiner Sicht ist das Delegieren. Das fällt meinen Beobachtungen zufolge vielen schwer. Oft ist man es einfach gewohnt, alles selbst zu schaffen oder ist im Mamsterrad gefangen, so dass man gar nicht auf die Idee kommt, etwas zu verändern.

Wenn du aber merkst, dass du immer weniger Kraft hast, solltest du dir etwas Ruhe gönnen und überlegen, welche Aufgaben du delegieren kannst. Zum Kochen gehören so viele Aufgaben: planen, einkaufen, putzen, schnippeln, das Kochen selbst, Tischdecken, abräumen, abwaschen, Geschirr und Einkäufe einräumen. Vieles davon kannst du delegieren!

Einkaufen

Besonders in der Pandemie oder wenn du meistens die Kinder betreust, ist es schwer, oft einkaufen zu gehen. Versuche das Einkaufen auf einmal in der Woche zu beschränken und zu delegieren.

Wenn du dein Menü für eine Woche vorplanst, weißt du, was du alles die Woche brauchst. Dann kannst du eine Einkaufsliste erstellen und diese Aufgabe super an deinen Partner, (erwachsene) Kinder, vielleicht deine Eltern oder andere Verwandte delegieren.

Ich gehe mittlerweile nur noch auf den Wochenmarkt, weil es mir Spaß macht dort Obst und Gemüse zu kaufen. In Geschäfte gehe ich nur, wenn ich etwas Spezielles brauche. Den normalen Wocheneinkauf erledigt bei uns mein Mann. Wir teilen die Kinder oft auf, so dass sie zum einen Mama- und Papazeit für sich haben. Und zum anderen lernen sie das Einkaufen schon mal und können einen Teil dieser Aufgabe als Teenager hoffentlich übernehmen 😀

Aufräumhilfe

Kleinere Aufgaben wie den Tisch decken und abräumen können schon kleinere Kinder. Zumindest können sie damit anfangen. Bei uns ist in den letzten Jahren einiges an Geschirr zerbrochen, aber dafür können die Jungs sogar schon die Spülmaschine einräumen und ausräumen.

Kauf auf jeden Fall eine Spülmaschine! Passend zum Weltfrauentag und Kampf um Frauenrechte habe ich vor Jahren einfach aufgehört zu spülen, damit wir endlich eine Spülmaschine kaufen 😀

Laut meiner Umfrage in meinem Instagramaccount @mamatasty.de ist das Aufräumen für die meisten die nervigste Aufgabe. Warum nicht delegieren. Es wird nicht bei jeder Mahlzeit möglich sein, aber es ist mehr als fair, dass die Person, die kocht, nicht auch noch aufräumen muss.

Ich habe zwar leicht reden, weil es bei uns sogar ohne Absprache so gekommen ist, dass ich koche und mein Mann die Küche hinterher aufräumt. Aber man kann ja als Partner alles besprechen und sich einigen.

Schnippelhilfe

Gemüse waschen und putzen kann auch jemand anders übernehmen. Es kann sogar Quality time mit Partner oder Kindern sein. Es dauert am Anfang meist länger, aber dafür stellen kleinere Kinder in der Zeit nichts an und sie bekommen das Gefühl für die Gemeinschaft wichtig zu sein. Außerdem essen sie besser das, was sie auch selbst mitkochen. Während etwas noch gewaschen oder geschnippelt wird, kannst du schon mal etwas anbraten.

Kochen

Wenn du diesen Artikel liest, bist du bei euch wahrscheinlich fürs Kochen zuständig. Das bin ich bei uns auch und dennoch gibt es Tage oder Gerichte, an denen mein Mann es übernimmt. Er kann nämlich auch gut kochen und macht es gern, wenn er genug Zeit dafür hat. Deswegen plane ich seine Kochaktionen immer fürs Wochenende ein. Und wenn dann noch Grillen auf dem Plan steht, dann freut er sich noch mehr. Natürlich plane ich es nur nach Absprache mit ihm.

Fast jeder kann wenigstens ein Gericht kochen. Und seien es nur Spiegeleier. Mein Opa, der typisch für sein Alter sich von Haushalt eher ferngehalten hat, konnte schon immer ganz tolle Kartoffeln zubereiten. Ich kann mich erinnern, dass er schon in meiner Kindheit oft eine Mahlzeit dann am Wochenende übernommen hat. Seine leckersten Kartoffeln der Welt und ein frischer gemischter Salat. Mmmhhhh…Mehr brauchten wir nicht. Auch in meiner Schulzeit musste ich ihm nur sagen, wann ich zu ihnen komme und meine Bratkartoffeln standen auf dem Tisch.

Vielleicht kocht dein Mann, deine größeren Kinder, deine Eltern oder auch ein:e Freund:in ein Gericht besonders gut und gern? Dann könntet ihr doch auch ausmachen, dass die Person es immer wieder am Wochenende für euch macht.

Rezepte aussuchen

Größere Kinder (und auch andere Erwachsene aus dem Haushalt) können bei der Menüplanung ganz gut helfen. Natürlich gibst du bei Kindern den Rahmen vor. Du kannst z.B. ein bestimmtes Kochbuch geben, aus dem 2 Salate für die Woche ausgesucht werden sollen. Um es den Kindern zu versüßen auch mal 1-2 Nachtische. Indem du die Rezepte vorgibst, stellst du sicher, dass es nicht nur Schoki oder Kinderjoghurt ist. Mit etwas Übung wird es immer besser klappen und ihr verbringt gemeinsame Zeit, sprecht über Ernährung und am Ende essen die Kinder meistens besser, was sie selbst aussuchen und dann vielleicht sogar beim Kochen mithelfen.

Akzeptieren, dass es anders geht

Das Wichtigste beim Delegieren ist natürlich die Tatsache, dass andere Menschen die Aufgaben auf ihre Art erledigen. Es muss nicht immer auf unsere Art geschehen. Wichtig ist, dass die Arbeit am Ende erledigt ist. Habe Geduld und lass es geschehen!

Richtige Lagerung im Kühlschrank

Im Durchschnitt werfen wir in Deutschland 75 kg Lebensmittel weg (BMEL 2019). Es ist eine riesige Verschwendung und das meiste können wir vermeiden. Und da es tatsächlich in privaten Haushalten geschieht, ist es etwas, was wir selbst minimieren können.

Meine Strategien, um weniger Lebensmittel zu verschwenden:

Menüplanung

Ich plane, was wir die Woche über essen, so kaufen wir auch nur das ein. Und ich verplane gleich alles an Lebensmitteln, die wir kaufen. Wie im Fall mit meinem Lieblingsbespiel: ich verplane gleich den ganzen Kohlkopf und es liegt nicht die Hälfte noch lange im Gemüsefach herum, bis ich sie wegschmeiße.

Richtige Lebensmittelwahl

Damit meine ich nicht, dass ich nur haltbare Lebensmittel wähle, sondern dass ich die frischesten Lebensmittel wähle. So halten sie länger. Kartoffeln sollten z.B. fest und nicht grün sein. Außerdem sollten sie nicht gekeimt sein!

Richtige Lagerung

Zur richtigen Lagerung gehören verschiedene Aspekte. Es handelt sich um die Lagerung von frischen Lebensmitteln und auch länger haltbaren Lebensmitteln. Du musst wissen, ob ein Lebensmittel in den Kühlschrank gehört und wo im Kühlschrank es am besten aufbewahrt wird. Sonst verderben die Lebensmittel und wir haben Essen, unser Geld und unsere Zeit fürs Einkaufen verschwendet.

Temperatur im Kühlschrank

In unseren Kühlschränken gibt es verschiedene Temperaturzonen. Oben ist es wärmer als unten, deswegen sollte man die Lebensmittel dementsprechend verteilen.

Im obersten Fach mit ca. 8 Grad sollten zubereitete Speisen, Geräuchertes und Käse stehen.

Im mittleren Fach mit ca. 5 Grad sollten Milchprodukte aufbewahrt werden.

Im untersten Fach über der Glasplatte sind es 2 bis 3 Grad und dort sollten leichtverderbliche Lebensmittel gelagert werden, wie Fleisch, Geflügel, Wurst, Fisch, Fertigsalate, angebrochene Lebensmittel. Es sollte alles gut abgedeckt sein, damit die Keime nicht übertragen werden.

Im Gemüsefach herrschen ca. 9 Grad und dort lagerst du nur kälteverträgliche Gemüse- und Obstsorten. Außer in Mehrzonenkühlschränken, in denen es die Kellerzone gibt. Dort könntest du auch kälteempfindliches Obst und Gemüse lagern.

In der Tür sind es auch ca. 9 Grad und dort kannst du Eier, Butter, Milch, geöffnete Marmeladen, Getränke und Soßen lagern.

In der Bedienungsanleitung deines Kühlschranks findest du alle Temperaturzonen und Empfehlungen, wohin welche Lebensmittel gehören.

Wichtige ToDos

Bereits beim Einkaufen solltest du eine Kühltasche dabeihaben für Lebensmittel, die kühl gelagert werden sollten. Zuhause kannst du sie dann gleich an den richtigen Ort im Kühlschrank stellen/legen.

Mit den Lebensmitteln kommen in den Kühlschrank immer Keime. Damit sie sich dort nicht vermehren und verbreiten, solltest du den Kühlschrank mindestens einmal im Monat putzen. Wie du ihn richtig putzt, findest du in meinem Highlight „Küchentipps“ bei Instagram @mamatasty.de.

In den Kühlschrank kommen keine heißen Speisen rein, damit der Energieverbrauch nicht steigt. Eine Ausnahme sind z.B. Beikost(breie), weil die Sicherheit vor Keimen wichtiger ist.

Kälteempfindliches Gemüse und Obst

Wie bereits erwähnt, gibt es kälteempfindliche Obst- und Gemüsesorten, die nicht in den Kühlschrank gehören. Sie verwelken, bekommen braune Stellen und/oder verlieren ihr Aroma. Dieses Obst und Gemüse sollte bei Raumtemperatur im Dunkeln gelagert werden. Oder in der Kellerzone eines Mehrzonenkühlschranks.

Kälteverträgliches Obst und Gemüse

Kälteverträgliches Obst und Gemüse kann im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden.

Diese 5 Probleme kann Menüplanung lösen

Ich habe schon immer gern gekocht und meistens gut. Aber wie wohl die meisten von uns, bin ich irgendwann auf Probleme gestoßen. Und im Laufe der Zeit kamen neue Herausforderungen in der Küche dazu. Diese fünf Probleme in der Küchenorganisation waren wohl die größten und ich konnte sie alle auf einen Schlag mit Menüplanung lösen.

Gesund kochen

Die erste Herausforderung kam als junge Frau, als ich etwas abnehmen wollte. Mit Studium, Arbeit und Ausgehen hatte ich nicht immer die Zeit etwas Gesundes zu kochen. Aber es klappt, wenn du im Voraus planst. So kaufst du mit klarem Kopf alles ein, was du brauchst. Du rennst nicht hungrig durch den Laden und kaufst einfach alles, was dir schnelle Energie liefert oder vermeintlich schnell gekochte Fertiggerichte.

Du kannst dir in Ruhe gesunde und leckere Gerichte aussuchen, die allen Familienmitgliedern schmecken und alle Bedürfnisse abdecken.

Ich habe früher ein paar Tage im Voraus geplant und so konnte ich z.B. auch schon für 2 Tage vorkochen oder auch Gerichte, die sich gut einfrieren lassen. Alle Zutaten waren schon besorgt und ich musste nicht jeden Tag etwas einkaufen.

Foodwaste

Verschwendung von Essen ist nicht nur ein Umweltproblem. Es ist natürlich auch eine Geldfrage. Macht es Sinn den Mülleimer zu füttern? Vielleicht lohnt es sich eher, in die Qualität der Lebensmittel zu investieren. Für mich ist es tatsächlich sogar eine moralische Frage, ob man die Ressourcen so verschwenden darf.

Mit einem geplanten Menü kaufst du nur, was du brauchst. Und gleichzeitig verplanst du alles, was du kaufst. Ich mag das Beispiel mit einem Kohl. Meistens brauche ich nur etwas Kohl für ein Gericht. Der Rest des Kohls kam nach langer Kühlschranklagerung in die Tonne. Jetzt plane ich gleich mehrere Kohlgerichte für die Woche.

Mit der Zeit findest du heraus, wie groß eure Portionen sind. Dann kochst du nur so viel, wie ihr braucht. So gibt es auch keine Reste zum Wegschmeißen.

Zudem kannst du am Tag der Menüplanung auch durch Foodsharing gerettete Lebensmittel einplanen.

Geldverschwendung

Nicht nur Foodwaste führt zu mehr Ausgaben. Planst du das Menü im Voraus, kannst du bereits während der Planung prüfen, welche Angebote es diese Woche im Supermarkt gibt.

Du kannst auch eine Liste mit allen günstigen Gerichten erstellen, die euch schmecken. Meist sind es saisonale Lebensmittel. Dann musst du nur noch aus der Liste auswählen, worauf ihr in der Woche Lust habt. Du musst nichts suchen und dir keine Gerichte ausdenken. Und so kommen wir zum nächsten Problem im Küchenmanagement.

Zeitmangel

Als ich Mutter wurde, kam nach und nach das Zeitproblem hinzu. Ohne ein geplantes Menü merke ich oft nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Gerade sind Mein Mann und die Kinder erst los und ich denke, ich hätte noch jede Menge Zeit. Plötzlich kommt die Nachricht, dass sie in 20 Minuten da sind. In diesem Moment muss mein Gehirn schnell eine Idee zaubern, was sich in 15 Minuten kochen lässt. Und dann tatsächlich so schnell kochen. Dabei bin ich gedanklich noch bei der Arbeit, mitten in meiner Metime oder auch einfach nur beim Haarewaschen.

Ist das Menü hingegen geplant, kann ich im Voraus etwas Schnelles aussuchen und habe alle Zutaten da oder habe es im besten Fall sogar schon gekocht und muss es nur aufwärmen. Mit einem aufgeschriebenen Wochenplan sehe ich auf einen Blick, was zu tun ist.

Wie viel Zeit du mit Menüplanung sparen kannst, habe ich in dem Artikel Mein erprobter Weg zu mehr #metime im Alltag! Du sparst Zeit bei den Überlegungen, was du kochst. Du sparst Zeit beim Einkaufen und beim Kochen selbst. Besonders jetzt während der Pandemie möchtest du vielleicht weniger Kontakte zu fremden beim Einkaufen haben.

Eintönige Ernährung

Hast du das Gefühl, ihr esst immer das Gleiche? Kein Wunder. Im stressigen Alltag kochen wir meist das Gleiche. Hauptsache es schmeckt allen einigermaßen und ist schnell fertig. Das sind dann meisten Sachen, die wir oft essen und schon oft zubereitet haben. Denn mit Übung kocht man ja auch schneller.

Meist macht abwechslungsreiches Essen mehr Spaß und versorgt uns besser mit verschiedenen Nährstoffen und Vitaminen. Außerdem schult es den Geschmack der Kinder besser und macht sie offener für Neues.

Wie wäre es, wenn du endlich all die Gerichte ausprobieren würdest, die bestimmt schon auf Laptop, Handy und als Papierchaos irgendwo auf ihre Stunde warten? Beim Punkt Zeitersparnis hast du mir hoffentlich bereits zugestimmt. Dann kannst du etwas von dieser Zeit in Experimente investieren. So hast du (wieder) Spaß am kochen und fühlst dich nicht wie eine Küchensklavin. Denn je länger wir jetzt alle zu Hause sind, desto mehr fühlt es sich an wie „nur noch kochen und putzen“. So habe ich mich übrigens in meiner ersten Elternzeit irgendwann gefühlt. Das Kind wollte irgendwann fünf Mal am Tag essen. Am besten auch gesund und lecker. So fing ich mit der Optimierung all meiner Küchenprozesse auch an.

Fazit

Menüplanung hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Für mich überwiegen eindeutig die Vorteile. Probier es aus und vielleicht merkst du nach ein paar Wochen mit etwas Übung, dass es auch dein Weg ist.

Ein Teig – vier Kekse

Letzten Sonntag war der erste Advent. Bist du schon im Keksbackmodus? Auf der einen Seite gibt es dieses Jahr weniger Veranstaltungen, für die du Kekse backen musst. Auf der anderen Seite möchtest du dieses Jahr vielleicht mehr Menschen eine kleine Freude mit selbst gebackenen Keksen machen.

Aber wie kannst du so viele Kekse wie möglich mit so wenig Aufwand wie möglich backen? Ganz einfach. Mach nur einen Teig und vier verschiedene Kekse daraus. zusätzlich kannst du den Teig sogar doppelt zubereiten und einfrieren. Dann holst du ihn einfach nach bedarf raus.

Die Vorteile von Mealprep liegen für mich auf der Hand: alle Zutaten nur einmal kaufen, einmal putzen, einmal abwaschen. Aber du kannst auch alles gleich verbacken, verschenken und aufessen 🙂

Zutaten für 1 kg Teig:

  • 360 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 2 Prisen Salz
  • 2 EL Milch
  • 500 g Dinkelmehl 1050
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • Für Orangenkekse:
  • Orangenzeste von 1/2 Bio-Orange
  • ca. 3 TL Puderzucker
  • ca. 1 TK Orangensaft
  • Für Marmorkekse:
  • 1 EL Kakao
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • Für Doppeldecker:
  • 3 TL Marmelade oder Konfitüre (ich habe Apfel-Rhabarber-Marmelade mit etwas Zimt)

Zubereitung:

  • Mehl sieben.
  • Die Butter mit dem Puderzucker und Salz kurz verrühren, bis die Masse geschmeidig ist.
  • Ei einmischen.
  • Milch einmischen.
  • Mehl und Vanille auf niedriger Stufe schnell einarbeiten.
  • Teig vierteln.
  • Orangenkekse: in 1 Viertel des Teigs fein geriebene Orangenzeste einarbeiten. Den Teig zu einer dünnen Rolle formen und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Marmorkekse: in 1 Viertel 1 EL Kakao einarbeiten. Den Teig zu einer dünnen Rolle formen und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Vanillekekse und Doppeldecker: den restlichen Teig zu zwei dünnen Rollen oder zwei Kugeln (wenn du Kekse ausstechen möchtest) formen und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Die Rollen in 5mm dicke Scheiben schneiden oder ausrollen und ausstechen.
  • Wenn du Lust hast, schneide gern ein Muster in die Kekse.
  • Bei 180 Grad ca. 12 Minuten backen.
  • Die Marmorkekse nach dem Backen mit einer Mischung aus Zimt und Zucker bestreuen.
  • Die Doppeldecker abkühlen lassen, mit der Konfitüre bestreichen und einen zweiten Keks drauflegen.
  • Für die Orangenkekse eine Glasur aus Puderzucker und etwas Orangensaft mischen und Streifen auf die Kekse malen.

Mealprep

Sobald der Teig fertig ist, kannst du ihn auch einfrieren. Dafür gut  in Wachspapier, Backpapier oder Frischhaltefolie verpacken. Wenn der Teig länger im Gefrierschrank bleiben soll, am besten luftdicht verpacken und nicht neben stark riechenden Lebensmittel lagern.

Wenn du die Kekse später ausstechen möchtest, friere den Teig besser als ein Rechteck ein. So taut der Teig schneller auf. Auftauen solltest du den Teig im Kühlschrank soweit, dass er sich schneiden bzw. ausrollen lässt. Wenn die Rolle dünn genug ist, lässt er sich vielleicht auch gefroren schneiden.

Du kannst auch bereits gebackene Kekse einfrieren. Dann kannst du sie bei Raumtemperatur kurz auftauen. 

Drei wichtige Schritte für gute Menüplanung

Menüplanung hat für mich sehr viele Vorteile. Ich spare täglich Zeit, weil ich genau weiß, was ich kochen möchte. Ich spare Geld, weil ich nur das kaufe, was benötigt wird. So wird auch nichts weggeschmissen. Wie oft ist mir früher Gemüse vergammelt, weil ich es doch nicht mehr verarbeitet bekommen habe. Außerdem ist unsere Ernährung bewusster, wenn ich entspannt im Voraus plane, statt spontan etwas zu kochen.

Aber um dein Menü gut zu planen, braucht es ein paar Erkenntnisse über dich selbst, etwas Übung und Disziplin. Diese drei Schritte helfen dir, dein perfektes Menü zu erstellen.

Familie macht mit

Menüplanung kann nur funktionieren, wenn deine Familie mitmacht. Wenn du jetzt zu viel Zeit in der Küche verbringst und es dich unglücklich macht, musst du etwas ändern. Warum Menüplanung ein Weg zu mehr Zeit für dich, für Hobbys oder einfach mal für mehr entspannte Familienzeit ist, erkläre ich hier.

Damit deine Familie mitmacht, musst du mit allen besprechen und erklären, warum du das Menü nun im Voraus planst. Frag alle Familienmitglieder, die schon gut genug sprechen, was du nächste Woche kochen sollst.

Der häufigste Einwand ist: „Woher soll ich am Freitag wissen, was ich nächsten Mittwoch essen will?“ Natürlich solltest du besonders am Anfang darauf achten, dass nur Gerichte auf den Tisch kommen, die allen schmecken. So zieht auch die Familie mit. Sie sehen, du bist entspannter und es gibt immer leckeres Essen zu Hause. Was will man mehr? 🙂

Die Menüform muss passen

Als nächstes wählst du, in welcher Form du das Menü planst. Es gibt sehr viele Formen, wie du dein Menü planen und führen kannst. Du kannst eine Tabelle von Hand ausfüllen, einfach Gerichte aufschreiben, die du die Woche kochen willst. Es gibt mittlerweile viele Apps, aber auch einfach Programme wie Word oder Excel bieten dir Vorlagen.

Alle haben unterschiedliche Bedürfnisse. Wenn alle Kinder und Erwachsene nur zu Abend zu Hause essen, dann reicht eine Liste mit Gerichten, die du diese Woche kochst.

Wichtig: Du musst dich auf die Menüplanung freuen. Wenn du dich dazu zwingen musst, ist die Form falsch. Probiere verschiedene Formen aus und schau, bei welcher du bleibst. Bei Pinterest findest du sehr viele Beispiele für Menüplan, Wochenplan, Speiseplan usw.

Mir macht es zum Beispiel keinen Spaß, mein Menü mit einer App zu planen. Ich habe zwar eine, aber ich nutze sie mehr als eine Rezeptsammlung. Ich bin mehr der haptische Typ, d.h. ich muss Dinge anfassen. Aber auch ausgeprägt visuell, deswegen plane ich am besten mit Rezeptkarten, die ich seit einigen Jahren führe. Du hast bestimmt schon mal welche in alten Filmen über „gute Hausfrauen“ gesehen 🙂 Auf vielen meiner Karten gibt es neben Zubereitung und Zutaten auch das Bild vom jeweiligen Gericht. So kannst du das Menü ganz einfach mit kleinen Kindern planen, die noch nicht lesen können.

Auf der anderen Seite, will ich einen überblick über alles, was wir essen, wenn mehr als eine Mahlzeit zu Hause eingenommen wird. Deswegen schreibe ich auch gerne Tabellen mit allen 4-5- Mahlzeiten, die es bei uns gibt. Seit sie wieder in die Kita dürfen, sind es ja weniger Mahlzeiten.

Deine Möglichkeiten

Vielleicht der wichtigste Schritt ist eigentlich die Erkenntnis oder Eingeständnis, wie oft und wie viel du wirklich kochen kannst. Es mag ja sein, dass die perfekte Mama in deinen Augen jeden Tag frisch für die Familie kocht. Was ist schon frisch? Dann vielleicht auch noch für jeden sein Lieblingsgericht? Wenn es dich glücklich macht, so zu leben, dann ist es super! Willst du oder musst du mehr Zeit mit Arbeit, Hobby und Familienzeit verbringen, musst du etwas ändern.

Wenn du also nur Zeit an 3-4 Abenden die Woche hast, dann plane auch nur etwas für diese Abende. Aber plane Gerichte ein, die du schnell in größeren Mengen kochen kannst. Deine Lösung ist Mealprep. Koche gleich für zwei Tage. Wenn du das Essen schnell abkühlen lässt und hygienisch sauber arbeitest, wird es auch am zweiten Tag frisch sein. Koche smart und friere Essen ein. Nutze gutes Fertigessen ohne unnötige Zusätze und ergänze es durch einen schnellen, frischen Salat. Ich kaufe gerne eingemachte Gemüsegerichte in russischen und türkischen Läden.

Smart kochen und Zeit sparen

Fertigessen selber machen

Mein erster Schritt zu mehr #metime war Menüplanung für die ganze Woche, statt jeden Tag zu überlegen, was ich koche. Menüplanung ist perfekt und spart Zeit, Geld und am wichtigsten Kraft.

Aber was ist mit den Tagen, an denen ich keine Zeit oder keine Lust habe, zu kochen? Mealprep am Sonntag für die ganze Woche? Wir essen fast nichts, was länger als einen Tag im Kühlschrank steht. Für kleine Kinder wird es übrigens genauso empfohlen. Fertigessen? Da muss man immer genau die Zutatenlisten lesen, weil es oft Aroma, Geschmacksverstärker usw. enthält. Es gibt auch Fertigessen ohne unerwünschte Zusatzstoffe, es kostet aber oft mehr.

So kam ich dann zum Mealprep 2.0: Einfrieren, Einmachen und Vakuumieren von selbstgemachten Convenienceprodukten und Fertiggerichten. Convenienceprodukte (Backmischung, Brühe) sparen uns mindestens einen Schritt beim Kochen und Fertigprodukte müssen nur noch erhitzt werden.

Tiefkühlen

Tiefkühlen verlängert die Haltbarkeit, ohne die Qualität der Lebensmittel zu mindern, wenn du richtig einfrierst. Das heißt hygienisch sauber arbeiten und auf die Tiefkühlregeln achten.

Ich baue in meinen Menüplan Gerichte ein, die sich gut einfrieren lassen. Ich koche die doppelte oder gar dreifache Mengen, einen Teil essen wir gleich und den Rest friere ich ein. Auf diese Art wird die die TK-Reserve nebenbei aufgebaut. Manchmal nehme ich mir aber absichtlich mehrere Stunden Zeit, um TK-Vorräte zu kochen.                       

Was lässt sich gut einfrieren?

Fleisch-, Fisch-, Geflügel- und Pilzgerichte

  • Bolognesesoße
  • Fleisch- und Fischfrikadellen
  • Brühe
  • Braten
  • Fleischbällchen in Tomatensoße
  • Lasagne
  • Pilzpastete
  • Hähnchenkeulen
  • Kohlrouladen
Lasagne

Suppen und Cremesuppen

  • Gazpacho
  • Kürbiscremesuppe
  • Linsensuppe
Linsensuppe

Gemüsegerichte und Aufläufe

  • Kartoffelstampf
  • Ratatouille
  • Zucchinipuffer
  • Kartoffelpuffer
  • Auberginenauflauf
Offene Teigtaschen mit Quarkfüllung

Gerichte mit Milchprodukten

  • Käsekuchen
  • Quarkaufläufe
  • Bechamelsoße
  • Kräuterbutter
Herzhafter Kuchen mit Pilzfüllung

Gebäck und Teiggerichte

  • Pizza
  • Quiche
  • Rührkuchen
  • Brötchen und Brot
Teigtaschen mit Kohlfüllung

Soßen

  • Tomatensoße
  • Pesto
  • Vegetarische Bolognese

Wie frierst du richtig ein?

  • Es ist wichtig, das Essen schnell einzufrieren. Das Essen nach dem Kochen auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und in Gefrierbehälter umfüllen. Je nach Gericht und seine Größe bis zu ein paar Stunden im Kühlschrank abkühlen lassen und einfrieren.
  • Kein wiederholtes Einfrieren nach dem Auftauen! Es mindert die Qualität des Essens.
  • Im Gefrierbehälter sollte genug Platz zum Ausdehnen bleiben, aber so wenig Luft wie möglich.
  • Behälter immer beschriften: Was ist eingefroren und wann oder bis wann es noch gut ist
  • Kuchen, Quiche und Quarkauflauf in portionsgroße Stücke schneiden, auf einem mit Frischhaltefolie eingewickelten Brettchen einfrieren und dann in einen Gefrierbeutel oder Dose umfüllen.

Wie taust du richtig auf?

  • Beim Auftauen gilt für die meisten Gerichte das Gegenteil vom Tiefkühlen: Je langsamer du auftaust, desto besser für die Qualität des Essens.
  • Am besten im Kühlschrank: je nach Größe gegebenenfalls über Nacht und dann gut erhitzen.
  • Mikrowelle im Auftauprogramm und dann gut erhitzen

Was lässt sich nicht gut einfrieren?

Es gibt einige Gerichte und Lebensmittel, die man lieber nicht einfrieren sollte:

  • Gekochte Eier oder ganze rohe Eier in Schale
  •  Blattsalate
  • Kartoffeln je nach Gericht könnten anders schmecken
  • Baiser und Makronen
  • Manche Gewürze schmecken nach dem Tiefkühlen stärker, wie z.B. Basilikum und Thymian, und manche verlieren nach dem Tiefkühlen an Geschmack, wie z.B. Majoran, Muskat und Pfeffer.

Was sind nun die Vorteile von selbstgemachtem Tiefkühlessen?

Für mich liegen die Vorteile auf der Hand. Ich spare Geld, weil es meistens günstiger ist als gekauftes Fertigessen derselben Qualität. Es bietet aber dieselben Vorteile. Wir sparen Zeit und Kraft, ohne auf die Qualität von selbstgemachtem Essen zu verzichten. Die Zeit wird beim Einkaufen und beim Kochen gespart.

Und das Beste ist die Auswahl, die ich im Gefrierschrank habe. Da ich vieles portionsweise einfriere, kann ich auch portionsweise auftauen und die Kinder können z.B. etwas anderes Essen als wir, ohne dass ich gleichzeitig zwei Gerichte kochen muss. Wenn wir mal etwas essen wollen, wofür sie noch zu klein sind.

Mein erprobter Weg zu mehr #metime im Alltag!

Kennst du das Problem, wenn deine Gedanken ewig darum kreisen, was du kochen sollst? Manchmal geht es schnell, aber manchmal fällt dir nichts ein. Alle benötigten Lebensmittel müssen ja auch noch da sein! Dann müsstest du noch einmal einkaufen. Und so endet alles damit, dass immer das gleiche gegessen wird, was einfach da ist oder wieder mal eine Tiefkühlpizza. Im Endeffekt hast du viel Zeit verloren und das Essen ist eintönig, ungesund oder teuer.

Mein erprobter Weg zu mehr #metime ist die Menüplanung für die ganze Woche. Mein persönlicher Weg dahin war leider etwas länger. Ich hätte viel früher damit anfangen sollen. Deswegen empfehle ich dir, sofort auf Menüplanung umzusteigen.

Vor den Kindern habe ich auf dem Heimweg nach der Arbeit überlegt, was ich koche. Dann bin ich kurz einkaufen gegangen und habe gekocht. Mit der Geburt des ersten Kindes änderte sich alles. Mein Gehirn musste nun viele andere Aufgaben übernehmen. Wobei es mit einem Kind oft auch schön war, morgens in den Park zu gehen und auf dem Heimweg einzukaufen. Danach entspannt zu kochen, zu essen und auf den Papa zu warten.

Schwieriger wurde es, als mein Sohn nicht mehr im Kinderwagen bleiben wollte. Das Einkaufen machte keinen Spaß mehr und musste auf ein Minimum beschränkt oder delegiert werden. Spätestens gegen Ende der Elternzeit wurde mir klar, dass die Küchenprozesse jetzt optimiert werden mussten. Ich wusste, ich will weiterhin lecker und frisch essen, ohne Zeit zu verschwenden. So wurde Menüplanung überlebenswichtig.

Warum spart Menüplanung Zeit und Kraft?

Wenn ich jeden Tag mindestens 15 Minuten mit Überlegungen verbringe, was ich kochen soll, sind es mindestens 105 Minuten die Woche. Ich plane nur einmal in der Woche ca. 15 Minuten statt jeden Tag. Das bedeutet mindestens 90 freie Minuten für dich, für dein Hobby oder entspanntes Spielen mit deinen Kindern!

Wie lange brauchst du, um einzukaufen? Es sind jedes Mal mindestens 40-60 Minuten, oder? Und das ohne anziehen, hinfahren und auspacken. Bei 2-3 Mal sind es schon bis zu 3 Stunden. Wenn du aber genau weißt, was du die ganze Woche über brauchst, kostet es dich nur eine Stunde in der Woche. Oder noch besser, du delegierst es an deinen Partner 😉

Und Geld sparst du ganz einfach dadurch, dass du nur das kaufst, was du für dein Menü brauchst. Du schmeißt weniger Essen weg, weil alles verwendet wird. Und du sparst, weil du weniger in Versuchung geführt wirst, wenn du nicht mehr so oft einkaufst.

Ein Riesenbonus ist die viel abwechslungsreichere Ernährung, weil du nicht im Stress entscheidest, was du kochen sollst, und dann einfach auf die gewohnten Nudeln mit Pesto zurückgreifst, die schnell gehen und allen schmecken.

Ich hoffe, ich konnte dich überzeugen, dass Menüplanung ein Must Do und nicht nur ein Nice to have ist! Es ist ein unglaublich smarter Schritt zu mehr Freizeit, Kraft und Geld ist.