Diese 5 Aufgaben in der Küche solltest du delegieren

Heute ist Weltfrauentag. Was bedeutet er heute? Die meisten würden sagen, dass Frauen in Deutschland längst gleichberechtigt sind und wofür muss man denn noch kämpfen?

Wenn wir aber ehrlich sind und uns die momentane Situation anschauen, müssen wir zugeben, dass die Frauen wieder viel mehr zu Hause belastet sind. Die Kitas und Schulen sind immer wieder zu oder betreuen die Kinder in sehr viel geringerem Umfang. Natürlich gibt es auch Familien, in denen die Hausarbeit und Kinderbetreuung besser/gut aufgeteilt ist. Sie scheinen aber noch eher eine Ausnahme zu sein.

Ich muss zugeben, auch wenn wir in der Familie die Aufgaben nicht nach Geschlecht aufteilen, sind wir doch immer mehr in traditionelle Rollen verfallen. Aber auch bei dieser Aufteilung kann man etwas tun, um mehr Zeit für sich zu gewinnen. Ich werbe ja immer für Menüplanung und Vorkochen (Mealprep), um mehr Zeit und Kraft zu sparen. Aber das Wichtigste aus meiner Sicht ist das Delegieren. Das fällt meinen Beobachtungen zufolge vielen schwer. Oft ist man es einfach gewohnt, alles selbst zu schaffen oder ist im Mamsterrad gefangen, so dass man gar nicht auf die Idee kommt, etwas zu verändern.

Wenn du aber merkst, dass du immer weniger Kraft hast, solltest du dir etwas Ruhe gönnen und überlegen, welche Aufgaben du delegieren kannst. Zum Kochen gehören so viele Aufgaben: planen, einkaufen, putzen, schnippeln, das Kochen selbst, Tischdecken, abräumen, abwaschen, Geschirr und Einkäufe einräumen. Vieles davon kannst du delegieren!

Einkaufen

Besonders in der Pandemie oder wenn du meistens die Kinder betreust, ist es schwer, oft einkaufen zu gehen. Versuche das Einkaufen auf einmal in der Woche zu beschränken und zu delegieren.

Wenn du dein Menü für eine Woche vorplanst, weißt du, was du alles die Woche brauchst. Dann kannst du eine Einkaufsliste erstellen und diese Aufgabe super an deinen Partner, (erwachsene) Kinder, vielleicht deine Eltern oder andere Verwandte delegieren.

Ich gehe mittlerweile nur noch auf den Wochenmarkt, weil es mir Spaß macht dort Obst und Gemüse zu kaufen. In Geschäfte gehe ich nur, wenn ich etwas Spezielles brauche. Den normalen Wocheneinkauf erledigt bei uns mein Mann. Wir teilen die Kinder oft auf, so dass sie zum einen Mama- und Papazeit für sich haben. Und zum anderen lernen sie das Einkaufen schon mal und können einen Teil dieser Aufgabe als Teenager hoffentlich übernehmen 😀

Aufräumhilfe

Kleinere Aufgaben wie den Tisch decken und abräumen können schon kleinere Kinder. Zumindest können sie damit anfangen. Bei uns ist in den letzten Jahren einiges an Geschirr zerbrochen, aber dafür können die Jungs sogar schon die Spülmaschine einräumen und ausräumen.

Kauf auf jeden Fall eine Spülmaschine! Passend zum Weltfrauentag und Kampf um Frauenrechte habe ich vor Jahren einfach aufgehört zu spülen, damit wir endlich eine Spülmaschine kaufen 😀

Laut meiner Umfrage in meinem Instagramaccount @mamatasty.de ist das Aufräumen für die meisten die nervigste Aufgabe. Warum nicht delegieren. Es wird nicht bei jeder Mahlzeit möglich sein, aber es ist mehr als fair, dass die Person, die kocht, nicht auch noch aufräumen muss.

Ich habe zwar leicht reden, weil es bei uns sogar ohne Absprache so gekommen ist, dass ich koche und mein Mann die Küche hinterher aufräumt. Aber man kann ja als Partner alles besprechen und sich einigen.

Schnippelhilfe

Gemüse waschen und putzen kann auch jemand anders übernehmen. Es kann sogar Quality time mit Partner oder Kindern sein. Es dauert am Anfang meist länger, aber dafür stellen kleinere Kinder in der Zeit nichts an und sie bekommen das Gefühl für die Gemeinschaft wichtig zu sein. Außerdem essen sie besser das, was sie auch selbst mitkochen. Während etwas noch gewaschen oder geschnippelt wird, kannst du schon mal etwas anbraten.

Kochen

Wenn du diesen Artikel liest, bist du bei euch wahrscheinlich fürs Kochen zuständig. Das bin ich bei uns auch und dennoch gibt es Tage oder Gerichte, an denen mein Mann es übernimmt. Er kann nämlich auch gut kochen und macht es gern, wenn er genug Zeit dafür hat. Deswegen plane ich seine Kochaktionen immer fürs Wochenende ein. Und wenn dann noch Grillen auf dem Plan steht, dann freut er sich noch mehr. Natürlich plane ich es nur nach Absprache mit ihm.

Fast jeder kann wenigstens ein Gericht kochen. Und seien es nur Spiegeleier. Mein Opa, der typisch für sein Alter sich von Haushalt eher ferngehalten hat, konnte schon immer ganz tolle Kartoffeln zubereiten. Ich kann mich erinnern, dass er schon in meiner Kindheit oft eine Mahlzeit dann am Wochenende übernommen hat. Seine leckersten Kartoffeln der Welt und ein frischer gemischter Salat. Mmmhhhh…Mehr brauchten wir nicht. Auch in meiner Schulzeit musste ich ihm nur sagen, wann ich zu ihnen komme und meine Bratkartoffeln standen auf dem Tisch.

Vielleicht kocht dein Mann, deine größeren Kinder, deine Eltern oder auch ein:e Freund:in ein Gericht besonders gut und gern? Dann könntet ihr doch auch ausmachen, dass die Person es immer wieder am Wochenende für euch macht.

Rezepte aussuchen

Größere Kinder (und auch andere Erwachsene aus dem Haushalt) können bei der Menüplanung ganz gut helfen. Natürlich gibst du bei Kindern den Rahmen vor. Du kannst z.B. ein bestimmtes Kochbuch geben, aus dem 2 Salate für die Woche ausgesucht werden sollen. Um es den Kindern zu versüßen auch mal 1-2 Nachtische. Indem du die Rezepte vorgibst, stellst du sicher, dass es nicht nur Schoki oder Kinderjoghurt ist. Mit etwas Übung wird es immer besser klappen und ihr verbringt gemeinsame Zeit, sprecht über Ernährung und am Ende essen die Kinder meistens besser, was sie selbst aussuchen und dann vielleicht sogar beim Kochen mithelfen.

Akzeptieren, dass es anders geht

Das Wichtigste beim Delegieren ist natürlich die Tatsache, dass andere Menschen die Aufgaben auf ihre Art erledigen. Es muss nicht immer auf unsere Art geschehen. Wichtig ist, dass die Arbeit am Ende erledigt ist. Habe Geduld und lass es geschehen!

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